Die Strasse 522 ist wenig befahren. Unerwarteter Landschaftswechsel beim kleinen Pass in der Region Laugaras. Erst die Kirche Norðtunga beim Flussübergang über die Örnólfsdalsá erinnert daran, dass Island bewohnt ist. Die Strassen sind sehr gut ausgeschildert. Man verfährt sich kaum, wenn man sich im Klaren ist, auf welcher Strassen-Nummer man fahren möchte.
Die Strasse 524 ist eine Sackgasse und führt zu einigen Bauernhöfen. Dort fotografierten wir Isländer auf Ihren prachtvollen Pferden reitend. Schafe fühlen sich auf der wenig befahrenen Strasse zuhause. Im Juni wird das dicke Winterfell in grossen Fetzen abgeworfen. Auf den Höfen bei Helgabatn und Kvíar werden auch Kühe gezüchtet. Auch diese sind neugierig, wenn ein Auto anhält.
Die Strasse 525 führt über den Gebirgsausläufer Grjótháls und ist als normal zu befahrende Strasse ausgeschildert. Tatsächlich handelt es sich hier aber um eine steinige und steile Schotterstrasse, die aus unserer Sicht nur mit Traktoren oder einem Allradfahrzeug befahren werden sollte. Aufgrund des steinig-lockeren Belages und steilen Anstiegs haben wir bei unserem Toyota Landcruiser sogar den Steiggang eingelegt. Für die 8 km sollte man eine halbe bis eine Stunde einkalkulieren.
Wo fliessendes Wasser ist, wachsen Moose in intensivsten Farben. Auf dem Pass Holtavörðuheiði (Ringstrasse 1) konnten wir ein sonnenbeluchtetes gelbes Blumenfeld in der sonst trüben Landschaft fotografieren.
In der Region Borðeyri / Laugarbakki weiden Pferde nahe am Wasser. Leuchttürme sind an exponierten Stellen keine Seltenheit. Auf der Vatnsnes-Halbinsel wird Fischfang betrieben. Die gefangenen Fische werden im Freien zum Trocknen aufgehängt. Hier führt die Strasse auch an verschiedenen möwenkolonien vorbei. Die Vögel starten sofort Scheinangriffe, wenn mit dem Auto angehalten wird.
Auch im Norden Islands verfügen viele Bauernhöfe über eine eigene Kirche.
Wer genug von der Küste hat, sich aber nicht auf der Ringstrasse bewegen möchte, kann die Inlandroute 744 / F746 wählen. Da es sich um eine F-Strecke handelt, ist ein 4WD-Fahrzeug obligatorisch. Die Strecke haben wir jedoch nicht sehr schwierig erlebt. Auf der Strecke gibt es einen Rastplatz, von welchem aus man direkt in einen erloschenen Vulkankegel steigen kann. Allerdings haben wir das als nicht so spektakulär empfunden. Die Aussicht haben wir umso mehr genossen.
Im Abendlicht kann man manchmal auch einige Wildgänse beobachten.
Sauðarkrókur ist ein kleines Fischer-Städtchen am Skagafjörður. Das Prunkstück von Sauðarkrókur ist die moderne Kirche.
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