Bei Problemen mit der eigenen Fotokamera ist man froh, wenn man gerade in der Nähe von Reykjavík ist. Hier besteht die grösste Chance, Ersatzteile wie Kameragehäuse oder Objektive zu bekommen.
Das Isländische Wetter zeigt sich oft von der bewölkten Seite. Doch auch bei diesen Bedingungen können gute Fotos geschossen werden. Die vulkanischen Berge, Gräser, Kräuter, Blumen, Moose und Büsche geben der Landschaft auch bei Regenwetter etwas Faszinierendes.
Das kleine Dorf Borgarnes wartet mit mehreren Skulpturen auf, die verteilt im Dorf zu finden sind. Die Strasse 54 führt über verschiedene Flüsse und Bäche wie Háfslækur, Tungulækur, Langá, Urriðaá, Hestlækur etc. Auf dem Weg zum Snæfellsjökull (Schneefalls-Gletscher) kommt man an unzähligen alten Vulkankegeln vorbei - Zeugen des vulkanischen Ursprungs ganz Islands.
Bei Arnarstapi erhascht man den ersten Blick auf den imposanten Gletscherberg Snæfellsjökull mit seinen beiden "Katzenohren". Am Fusse des Berges kommt man durch riesige, moosbewachsene Lavafelder. An der Südflanke des Snæfellsjökull ist die zähe Lava in der Fliessbewegung erstarrt. Der Berg zeigt hier wunderbare Strukturen, welche bereits von der Strasse 514 aus sehr gut zu sehen sind. Eisenhaltiges Gestein färbt ganze Gebirgsflanken dunkelrot.
Im Sommer werden die isländischen Strassen in manchmal kilometerlangen Bauabschnitten erneuert. Der Autofahrer muss das Geröllfeld im Schritt-Tempo durchqueren. Ein Umweg kommt selten in Frage, da dieser oft 100 km oder grösser wäre. Gut bedient ist, wer hier ein Allradfahrzeug mit hohem Radstrand zur Verfügung hat.
Wo Wasser fliesst, wächst saftiges Gras auf der alten Lava. Schafe muss man hier nicht lange suchen.
Die erste grössere Siedlung ist das Fischerdorf Hellissandur. Ein Museum sieht schon von aussen sehr einladend aus. Bei Hellissandur fährt man durch eine grosse Kolonie von Seemöwen. Wenn man das Auto anhält, starten die Vögel sofort Scheinangriffe, um den Eindringling zu vertreiben.
Das Fischerdorf Ólafsvík wirkt verträumt. Aber die Kirche, die ist hochmodern.
Die Nordküste der Halbinsel Snæfellsnes haben wir bei spätem Abendlicht passiert. Das Licht der tiefstehenden Sonne verzauberte die ganze Landschaft. Da Island nahe des Polarkreises liegt, dauert das Abendlicht fast fünf Stunden - ein Paradies für Landschaftsfotografen. Die eisenhaltige Lava leuchtet intensiv rot in den letzten Sonnenstrahlen. Die Landschaft erinnert dann an den Planeten Mars.
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